in Kindergarten und Grundschule
den Kindern ihre Stimme geben…

     Übersicht   


Das Projekt
Ziele des Projektes
Unser Demokratieverständnis
Was bedeutet eine demokratische Erziehung für die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten?
Arbeitsansatz
Arbeitsformen
Zusammenarbeit mit Eltern
Aktuelle Fortbildungen
Projektbeteiligte
Träger des Projektes
Finanzierung
Projektadresse
MitarbeiterInnen

     Das Projekt   

Das Projekt Demokratie leben startete nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase im Januar 2002. Wir befinden uns seit Januar 2005 in der zweiten Projektphase.

In der Arbeit mit den Erzieherinnen ging es in der erste Projektphase darum, zusammen mit den Erzieherinnenteams von drei Kindertagesstätten die pädagogische Praxis, die Betreuungs- und Bildungsqualität der Kindertagesstätten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Nachdem uns von der Bernhard van Leer-Stiftung und der Lindenstiftung ein Folgeprojekt bewilligt wurde, haben wir drei weitere Jahre für die Dissemination unserer Erfahrungen und Ergebnisse. Dabei geht es um die Erweiterung auf Kitas in Eberswalde und den Landkreisen Barnim und Uckermark.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die systematische Beteiligung von Eltern, die Einbeziehung des Gemeinwesens und der Versuch, auch die Schulen in den Veränderungsprozess einzubeziehen.

Darüber hinaus sind wir dabei, in Zusammenarbeit mit den Trägern der Kitas, mit den schon existierenden Einrichtungen, Arbeitsgemeinschaften, Initiativen und sozialen Akteuren in der Stadt ein verbindliches Netzwerk zu schaffen. Aus diesem Netzwerk heraus soll eine Unterstützungsagentur, ein pädagogisches Zentrum entstehen, das nachhaltig die durch das Projekt angestoßenen Veränderungsprozesse fortführt und sichert.

Seit Oktober wird das Projekt von Michael Priebe evaluiert. In Kooperation zwischen dem evaluierenden Wissenschaftler und dem Projektteam wird ein Wirkungsmodell entwickelt, das den Bezug zwischen dem Programm und den Zielen des Projektes beschreibt und einen Transfer der Erfahrungen und Ergebnisse ermöglicht.

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     Ziele des Projekts   

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     Unser Demokratieverständnis   

Demokratie wird im Projektzusammenhang als Alltagskultur verstanden, die auf Verständigung, Verabredungen und Begründungen basiert. Demokratie ist kein statischer Zustand, der – einmal erworben – als gesichert gilt. Ebenso wenig ist es möglich, Kindern demokratisches Verhalten beizubringen. Kinder lernen Demokratie, indem sie erleben, als einzigartiges Individuum in der Gemeinschaft wahrgenommen und anerkannt zu werden und einen Platz zu haben. Sie eignen sich Kompetenzen für ein demokratisches Zusammenleben an, wenn sie ihren Bedürfnissen, Interessen und Vorstellungen in Aushandlungsprozessen in einer prinzipiell gleichberechtigten Begegnung mit anderen Geltung verschaffen können. Und sie wachsen gleichsam in eine demokratische Alltagskultur hinein, indem sie ihr Recht ausleben, sich an der Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens zu beteiligen und an den wichtigen Entscheidungen mitzubestimmen.

Die Bedingungen dafür zu schaffen, ist in Kindertageseinrichtungen Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte.

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     Was bedeutet eine demokratische Erziehung  

Was bedeutet eine demokratische Erziehung für die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten?

Die am Projekt beteiligten Erzieherinnen setzen sich mit den Fragen auseinander:

Was brauchen Erzieherinnen, um Kindern Erfahrungen einer demokratischen Alltagskultur zu ermöglichen?

Erzieherinnen, die ihre pädagogische Praxis im Sinne einer demokratischen Erziehung weiterentwickeln und verändern wollen, benötigen Unterstützung auf verschiedenen Ebenen:

Beteiligung beginnt bereits mit der Erfahrung, als einzigartiges Individuum mit all seinen Besonderheiten anerkannt zu werden. Eine Voraussetzung dafür, Kindern diese Erfahrungen zu ermöglichen, ist, dass auch die Erwachsenen dies selbst erleben. So geht es in unserer Zusammenarbeit im Projekt nicht nur darum, was wir gemeinsam zum Thema machen, sondern darum, wie wir es tun. Es gehört zu unseren zentralen Aufgaben, für eine Kultur der wechselseitigen Anerkennung zu sorgen. Dabei meinen wir mit Anerkennung nicht Bestätigung um jeden Preis, sondern auch eine kritische Distanz, die den Respekt vor der Eigenart jeder einzelnen Person einschließt. Es geht darum, anzuerkennen, dass jede Person für ihren Bereich Experte/in ist. Jede/r Beteiligte bringt vielfältige Kompetenzen und Ressourcen in den Prozess ein. Die sind Schätze, die nicht immer offen herumliegen, sondern z. T. erst gehoben werden müssen. Unsere Werkzeuge sind unser kompetenzorientierter Blick und eigens dafür entwickelte Methoden, die Kompetenzen sichtbar zu machen.

Um eine Pädagogik nach Beteiligungsprinzipien zu entwickeln, müssen Erzieherinnen selbst Beteiligungserfahrungen machen. Wichtig - und auch gar nicht so einfach - ist eine konsequent partizipative Haltung in der Zusammenarbeit, was manchmal auch bedeutet, der Versuchung zu widerstehen, auf langwierige Aushandlungsprozesse zu verzichten, weil andere Verfahren zeitsparender und effektiver sind.

Bei diesen Aushandlungen geht es nicht um ein Entweder-Oder, sondern darum, einen „Dritten Raum“ - eine neue, gemeinsame Basis – zu suchen, in dem alle Beteiligten sich wieder finden können.

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     Arbeitsansatz   

Der Situationsansatz ist die theoretische und methodische Basis des Projektes. Als ein Ar-beitsprinzip, das auf allen Ebenen Anwendung finden kann, bestimmt der Situationsansatz auch die Vorgehensweise mit den Erzieherinnen im Projekt. In einer zirkulären Abfolge von Erfahrung und Erkenntnis geht es darum, die pädagogische Praxis zu hinterfragen, neue Ansätze zu erproben und wieder zu reflektieren. Die Anwendung des Situationsansatzes, die die Perspektiven, Interessen und Kompetenzen aller Beteiligten einschließt, gewährleistet eine demokratische Vorgehensweise.

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     Arbeitsformen   

Arbeit mit den Kitateams

Mit den Kitas verfolgen wir hauptsächlich ein teambezogenes Vorgehen; die Kitateams tragen den Entwicklungsprozess gemeinsam. Die projektbezogenen Impulse und Qualifikationen erfolgen über Multiplikatorinnen. Diese sind die Kitaleiterin und ein bis zwei Delegierte je Team. Sie werden von dem Projektteam fortgebildet und beraten, um den Transferprozess in den Kitas anleiten und begleiten zu können.

Aktuelle Aktivitäten

Nach einer Selbstevaluation, die Kitas von Oktober 2005 bis Februar 2006 (nach dem konzeptionellen Grundsatz des Instrumentariums „Qualität im Situationsansatz“: Erzieherinnen unterstützen Kinder in ihre Selbständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertageseinrichtung aktiv mitzugestalten.) durchführten, arbeiten zurzeit 20 Kitas von März bis Dezember in Entwicklungswerkstätten zu folgenden Themen:

Arbeit mit den Leiterinnen

Die Leiterinnen haben als Verantwortliche für die pädagogischen Grundsätze in der Kita und

für die Teamentwicklungsprozesse eine herausgehobene Rolle. Die Leiterinnen der am Projekt beteiligten Kitas arbeiten in einer eigenen Entwicklungswerkstatt „Eine Kita demokratisch leiten“.

Das Projektteam arbeitet in enger Kooperation mit den Praxisberaterinnen der Träger der beteiligten Kitas.

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     Zusammenarbeit mit Eltern   

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     Aktuelle Fortbildungen   

Am 7. Juni 2006 findet  in Prenzlau der Workshop: „Von der Schwierigkeit, Kindern das Wort zu geben“ (in Kooperation mit dem Landesjugendamt Uckermark) statt.

Für den Herbst 2006 ist eine Fortbildungsreihe zu der aus dem Anti-Bias-Ansatz stammenden Methode Persona Dolls geplant. Persona Dolls sind Puppen mit Lebensgeschichte(n), die die Kinder in der Kita besuchen und in Dialog mit ihnen treten. Die Kinder werden somit angeregt, sich sprachlich zu äußern, anderen zuzuhören; Ideen, Gedanken und Gefühle zu entwickeln und zu verbalisieren.

Ebenfalls für den Herbst 2006 ist eine Fortbildung zur „Familienwand“ für Erzieherinnen der Landkreise Barnim und Uckermark geplant.

Am 20. und 21. November 2006 findet im Sozialpädagogischen Fortbildungswerk Brandenburg (SPFW) der Workshop: „Von der Schwierigkeit, Kindern das Wort zu geben“ statt.

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     Projektbeteiligte   

Projektregion sind die Stadt Eberswalde und die Landkreise Barnim und Uckermark.

Folgende Kitas befinden sich in einem mehrjährigen, eng begleiteten Entwicklungsprozess:

„Arche Noah“, „Spatzennest“, „Nesthäkchen“, „Pusteblume“, „Gestiefelter Kater“, Eberswalde

Kinderhort „Am Albrechtsberg“, Oderberg

Andere Kitas aus Eberswalde, Bernau, Wandlitz, Zepernick, Oderberg, Joachimsthal, Rüdnitz und Schwedt arbeiten in den Entwicklungswerkstätten mit.

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     Träger des Projekts   

ISTA in Kooperation mit der
RAA (Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule) Berlin.

Institut für den Situationsansatz (ISTA) der Internationalen Akademie INA gGmbH an der FU Berlin

Königin-Luise-Straße 24-26, 14195 Berlin

Evelyne Höhme-Serke (Projektleitung)

RAA (Regionale Arbeitstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V.) Berlin

Chausseestraße 29, 10115 Berlin

Sascha Wenzel (Projektleitung)

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     Finanzierung   

Demokratie leben wird gefördert von:

Das Projekt wird von der Stadt Eberswalde unterstützt.

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     Projektadresse   

Projekt Demokratie leben in Kindergarten und Schule
c/o Kita Pusteblume
Ringstraße 183
16227 Eberswalde.

Tel.: (03334) 38 44 70
Fax: (03334) 38 44 71
E-Mail: Demokratieleben@gmx.de

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     MitarbeiterInnen   

Ellen Behring (Praxisbegleitung)
Sabine Beyersdorff (Praxisbegleitung)
Evelyne Höhme-Serke (Projektleitung)
Kai Jahns (Projektassistenz)

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