INA-Kolloquium 2010

Unter dem Titel "Pädagogik und Körperlichkeit: Bedürfnisse, Chancen, Gefahren, Missbrauch" fand am Samstag, den 25. September 2010 von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Europäische Akademie Berlin ein INA-Kolloquium statt.

In der Einladung stand zur näheren Erläuterung:

"Wer das Entsetzen über den sexuellen Missbrauch und die Hektik der Debatte über Opfer, Täter und involvierte pädagogische Einrichtungen in den letzten Monaten verfolgt und miterlebt hat, dem konnte deutlich werden, dass eine differenzierende Diskussion Abstand vom aktuellen Geschehen braucht. Im INA-Kolloquium wollen wir die Bedeutung der Körperlichkeit für die Pädagogik in den Blick nehmen, einschließlich der Bedeutung des sexuellen Missbrauchs und des Missbrauchs-diskurses. Das Kolloquium dient dem Dialog aller Mitwirkenden, ein Dialog, der durch Impulse und Statements von Sachverständigen thematische Schwerpunkte entwickeln kann."

Es sprachen:

  • Dr. Marita Keilson (Literaturwissenschaftlerin, Bussum/Niederlande):

"Vom Schicksal des pädagogischen Eros. Das Dilemma der sexuellen Emanzipation." (mp3-download - inkl. Vorwort von Prof. em. Dr. Jürgen Zimmer)

  • Dr. Sophinette Becker (Psychoanalytikerin, Leiterin der sexualmedizinischen Ambulanz an der Universität Frankfurt/Main):

"Sex mit Kindern – das letzte sexuelle Tabu in Zeiten der Konsensmoral und des Verschwindens der Generationendifferenz: kindliche, jugendliche und erwachsene Sexualität – Diskurse und Realitäten." (mp3-download - inkl. Vorwort von Prof. em. Dr. Jürgen Zimmer)

  • Manfred Schönebeck (Psychotherapeut, Direktor des INA-Instituts für Innovationstransfer und Projektmanagement):

"Erfahrungen mit anonymer Sexualtherapie pädophiler Männer in Berlin (Ost) zwischen 1982 und 1989." (mp3-download)

  • Ute Hildebrand-Henke (Oberstudienrätin u. Erzieherin an der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog):

"Eine Internatsschule mit reformpädagogischem Profil und keinen Fällen von Missbrauch – es gibt gute Gründe dafür." (mp3-download)

 

Durch die Veranstaltung führte Prof. em. Dr. Jürgen Zimmer.